Die Ehrfurcht vor der Vergangenheit und die Verantwortung gegenüber der Zukunft geben fürs Leben die richtige Haltung. (Bonhoeffer)

Auch in diesem Sinne finden sich die Ortschronisten von Kleinwaltersdorf regelmäßig zusammen, um Vergangenes zu entdecken, nieder zuschreiben und auch bekannt zu machen. So kann manches in unserem Dorf Geschehene helfen, das Jetzige besser zu verstehen und möglicherweise die Zukunft zu gestalten. Aber auch das Gegenwärtige haben sie immer im Blick und alle wesentlichen Ereignisse der jetzigen Zeit werden festgehalten.

So arbeiten die Ortschronisten schon viele Jahre, denn bereits 1987 wurde auf staatliches Geheiß ein ehrenamtlicher Ortschronist bestellt, Das war damals Johannes Richter. Später kamen weitere Mitstreiter hinzu und Walter Hänig übernahm die Leitung des Vereins Ortschronisten und Heimatfreunde Kleinwaltersdorf e.V. Seit 2013 leitet Waltraud Götze die Gruppe der Ortschronisten, der z.Zt. folgende Kleinwaltersdorfer angehören: Jutta Haubold, Matthias Lessig, Barbara Liebschner, Reinhold Marski, Petra Merkel, Elke Schwarz, Rolf Simon und Isa Straßburger. Ehrenamtlich verbringen sie viel Zeit damit, bestimmte Forschungsthemen zu bearbeiten. So entstand 2013 eine kleine Chronik unseres Dorfes (Festschrift zur 800-Jahrfeier), die wesentliche Stationen von den Anfängen Ende des 12. Jahrhunderts bis in die Gegenwart zusammenfasst und anschaulich macht

Die Projekte Kleine Leute ganz groß – Lebensgeschichten aus Kleinwaltersdorf und Häuser erzählen Geschichte(n) werden z.Zt. noch weiter bearbeitet und sollen einmal als Broschüre erscheinen.

Jedes Jahr wählen die Ortschronisten ein Thema, um es den Einwohnern und Gästen beim Altweibersommer in einer Ausstellung zu präsentieren. So konnte man in den vergangenen Jahren viel erfahren über z.B. Schule in Kleinwaltersdorf, Die Geschichte des Rittergutes, Handwerk und Gewerbe der vergangenen 100 Jahre, Kirche und Kirchgemeinde, Der Waltersbach u.a.m. Aber auch um die Nachforschung und dann um die Vervollständigung einer Namensliste der im 2.Weltkrieg umgekommenen Einwohner auf einer Tafel in der Kirche bemühten sich die Mitglieder des Vereins.

Ein nächstes großes Vorhaben ist die Erarbeitung von kleinen Schautafeln an besonderen Häusern im Dorf, auf denen deren Bedeutung kurz erläutert werden soll. Auch die Geschichte der Entstehung und Entwicklung des Jugendclubs Baude e.V. ist für unser Dorf etwas Besonderes und könnte in den nächsten Jahren von den Ortschronisten bearbeitet werden. Und noch weitere Nachforschungen sollen die Geschichte, die Gegenwart und die Zukunft unseres Dorfes erhellen.